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Verkehrswacht am Stützpunkt Wegscheid ehrt und informiert

Wegscheid. Die Deutsche Verkehrswacht am Stützpunkt Wegscheid hat langjährige Mitglieder und darüber hinaus unfallfreie Fahrer ausgezeichnet. Dazu kamen Informationen über anstehende Änderungen der Straßenverkehrsordnung, die im Frühjahr 2020 in Kraft treten sollen.
Lothar Venus eröffnete als Leiter des Stützpunkts Wegscheid die Versammlung. Thomas Fuchs informierte als Fahrlehrerausbilder über die aktuellen Änderungen im Straßenverkehrsrecht. Schwerpunkt waren die Änderungen im neuen "Punktesystem" in Verbindung mit dem neuen Bußgeldkatalog. Seit März oder ab April heuer werden neue und höhere Bußgelder eingeführt. Spitzenreiter ist das unerlaubte "Benutzen einer Rettungsgasse", genauso wie das "Nichtbilden einer Rettungsgasse" mit 200 bis 320 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg. Neu sei auch, dass nicht wie früher mit 30 Km/h Tempoüberschreitung bereits ein Fahrverbot drohe, sondern bereits bei 21 Km/h. Nach dem neuen Katalog seien für eine Überschreitung von 21 bis 25 km/h innerorts bereits ein Bußgeld von 80 Euro und zwei Punkte fällig. Außerorts für dieselbe Überschreitung 70 Euro und ein Punkt. Sowohl innerorts als auch außerorts sei der Führerschein für einen Monat weg. Es sei erkennbar, dass der neue Bußgeldkatalog besonders die Tempoüberschreitungen im Blick hat. Aber auch sollen die Radfahrer im Straßenverkehr mehr geschützt werden.

Die meisten Unfälle passieren an KreuzungenEs ist aber auch festzustellen, so der Referent, dass die meisten Unfälle sich nicht auf Autobahnen oder Schnellstraßen ereignen, sondern an Kreuzungen. Hier werden oft Radfahrer oder Fußgänger durch den "Toten-Winkel" übersehen. Einen Punkt gibt es in diesem Zusammenhang für rechtsabbiegende Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen bei 4 bis 7 km/h beziehungsweise maximal 11 km/h, wenn beim Abbiegen Radfahrer oder Fußgänger gefährdet werden können.

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Geehrte mit Führungskräften der Verkehrswacht und Gästen: (v.r. sitzend) Mari Panholzer (30 Jahre), Josef Fasser (60 Jahre unfallfrei), stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa, Hubert Escherich (50 Jahre Mitglied und 60 Jahre unfallfrei); (v.r. stehend) Lothar Venus (Stützpunktleiter), Josef Lamperstorfer (Bürgermeister), Robert Richtsfeld und Thomas Fuchs (Referenten), Reinhard Eder (30 Jahre), Heribert Grillhösl (30 Jahre), Albert Luger (30 Jahre), Ottmar Bauer (Geschäftsführer), Günther Hoheneder (20 Jahre), Fritz Donaubauer (20 Jahre), Josef Jungwirth (30 Jahre), Erich Lang (30 Jahre), Max Stöbich (30 Jahre), Heinrich Poidinger (30 Jahre), Alois Kempinger (30 Jahre), Franz Gottinger (30 Jahre), Wolfgang Starkl (30 Jahre). −Fotos: Verkehrswacht

Weitere Änderungen im Straßenverkehrsrecht betreffen das "Verbotswidrige Parken auf einem Geh- und Radweg" oder auf einem Schutzstreifen, oder in zweiter Reihe. Hier stieg das Bußgeld von 15 auf 100 Euro. Das Nichtfreihalten von Gehwegen stieg von 25 auf 100 Euro. Neu ist auch, dass der Mindestabstand zu Fahrrädern, Fußgängern und "Elektrokleinstfahrzeugen" (E-Scooter) innerorts mindestens 1,5 Meter, außerorts mindestens zwei Meter betragen muss. Das Bußgeld für das Parken auf ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplätzen steigt von bisher 35 auf 55 Euro. Neu eingefügt wurde das unberechtigte Parken auf Parkplätzen, die Elektrofahrzeugen vorbehalten sind. Dafür werden 55 Euro fällig. Rechtswidriges Parken an engen und unübersichtlichen Stellen und im Bereich von scharfen Kurven steigt von bisher 15 auf 35 Euro. Im Verhältnis zu den übrigen Änderungen fällt da der Anstieg des Bußgeldes von 15 auf 25 Euro für den allgemeinen Parkverstoß, schon moderat aus. Das unnötige "Hin- und Herfahren" mit Fahrzeugen, zum Beispiel vor Biergärten oder Cafes, auch genannt "Autoposing", und das unnötige Verursachen von unnötigem Lärm und Abgasen wird von 20 auf 100 Euro erhöht. Das bisher nicht erlaubte "Nebeneinanderfahren" von Fahrradfahrern wird grundsätzlich erlaubt werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden.
In diesem Zusammenhang werden auch neue Beschilderungen eingeführt. Neu ist, dass Kommunen "Fahrradzonen" einrichten können. Diese Zonen müssen die baulichen Voraussetzungen erfüllen. In diesen Zonen gelten für alle Verkehrsteilnehmer maximal 30 km/h. Der Radfahrer darf in diesen Zonen weder gefährdet noch behindert werden. Zudem sind in diesen Zonen "Elektrokleinstfahrzeug" zulässig. Dies wird aber eher ein Projekt der größeren Städte bleiben.
Neu ist auch die Einführung der Beschilderung der "Radschnellwege".
Gewöhnungsbedürftig, aber auch neu eingeführt, ist die Beschilderung, bei der einspurige Fahrzeuge (Fahrräder, Krafträder) nicht überholt werden dürfen.
Bereits Gesetzeslage war, dass das Parken vor Kreuzungen im Bereich von fünf Meter nicht zulässig war. Jetzt wird diese Zone auf acht Meter erweitert, wenn ein Radweg anliegt.
Zum Schluss sprach Thomas Fuchs noch die steigende Zahl an Unfällen durch die Ablenkung des Fahrers an. Besonders hier die Ablenkung durch Bedienung des Navigationsgeräts oder des Mobiltelefons während der Fahrt. Hier ergeht der eindringliche Appell der Verkehrswacht an die Kraftfahrer, sich bei der Fahrt nicht ablenken zu lassen und die Bedienung des Mobiltelefons vor und nach der Fahrt zu verschieben.
Stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa würdigte das Engagement der Verkehrswacht. Und zwar von der Verkehrserziehung vom Kind bis zu den Senioren. Gerlinde Kaupa sprach sich gegen die generelle Begrenzung des Tempos auf Autobahnen aus. Die Gründe für Verkehrsunfälle seien nicht alleine in der Geschwindigkeit zu suchen. Dabei sei auch der steigende, technische Stand der Fahrzeuge als Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr anzuführen. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Daher soll man weiter bemüht sein, diese Zahl weiter abzubauen. Vorgabe ist immer "Angepasstes Fahren".
Auch für Bürgermeister Josef Lamperstorfer wäre ein generelles Begrenzen auf Autobahnen mehr hinderlich als förderlich. Er dankte den langjährigen Mitgliedern für die Unterstützung der Verkehrswacht. Besonders sei dabei angemerkt, dass die Gefährdung im Straßenverkehr durch eBikes stetig zunimmt.
"Nichtbilden einer Rettungsgasse" wird teuerRobert Richtsfeld stellte sich als Nachfolger von Bernd Vaterl vor. Er ist der neue Verkehrserzieher für den PI-Bereich Hauzenberg. Der "Tote Winkel" sei eins der wichtigsten Themen. Bei den Kraftfahrzeugen gehen die Zahlen der Unfälle stetig zurück. Im Gegensatz zu den Radunfällen und E-Bikes-Unfällen. Diese Zahl steigt stetig. Daher wird auch mit der Schule ein "Verkehrssicherheitstag" geplant. Die Dauer wird ein halber Tag sein. Das Projekt wird aktuell zwischen Schule, Polizei und Verkehrswacht geplant. Die Pilotveranstaltung wird in Wegscheid abgehalten. Auch das Fahrersicherheitstraining für Motorradfahrer wird nach ersten Abfragen bei Interessierten sehr gut angenommen, so dass auch hier im Frühjahr der erste Kurs stattfinden kann.
Lothar Venus übergab Ehrungen: Hubert Escherich aus Wegscheid wurde für 50 Jahre "Unfallfreie Fahrt" geehrt. Für 60 Jahre unfallfreie Fahrt wurde Josef Fasser aus Sonnen geehrt. Diese Ehrungen gibt es, unabhängig von der Mitgliedschaft zur Deutschen Verkehrswacht. − red

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Nach den Ehrungen: (von links) Ottmar Bauer (Geschäftsführer Verkehrswacht), Gerlinde Kaupa (stellvertretende Landrätin), Lothar Venus (Stützpunktleiter), Josef Fasser aus Sonnen (60 Jahre unfallfrei), Hubert Escherich aus Wegscheid (50 Jahre unfallfrei), Bürgermeister Josef Lamperstorfer und Referent Thomas Fuchs.

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